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Das vergangene Jahr war für uns im Marstall geprägt durch unser Jubiläum mit vielen Gästen, Freunden und Förderern, die unserer Arbeit Gesicht geben und uns unterstützen. Heute erinnert uns das Weihnachtsfest noch einmal daran, Danke zu sagen – auch im Namen der Wohnungslosen, denen unsere Jubiläumskollekte galt und die unsere Krippe vorm Marstall erstellt haben.
Johannes (1,14) hat das christliche Geheimnis von der Fleischwerdung des Wortes mit dem hebräischen Gedanken verbunden, dass dieses Wort unter uns wohnt, unter uns "zeltet": Das ist die Sprache der Beduinen, nicht die abstrakte Sprache von Philosophen - Gott wohnt und so ist er, mitten unter uns. Hat man diesen sympathischen hebräisch-jüdischen Akzent erst einmal wahrgenommen, fällt einem mehr auf. Während wir es gewohnt sind, das Wort, Gott, wie eine übermächtige Wirklichkeit zu empfinden, steht im Johannes-Prolog noch etwas ganz anderes, etwas Bescheideneres, fast Flehentliches: Dieses Wort ist eine Bitte, eine Bitte an uns um Aufnahme, eine Bitte darum, wohnen zu dürfen inmitten unserer menschlichen Welt.
Diese Bitte haben wir auch in diesem Jahr wieder deutlich gehört und bedanken uns für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. |