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05.10.2009  


Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Jugendgottesdienst

Am Samstag, den 17. Oktober 2009 um 19.15 Uhr lädt der Marstall wieder zu einem Jugendgottesdienst ein. Dabei geht es um Zivilcourage und darum, dass einer sein Leben hingibt für andere. Das "Sühneopfer" und das "Lösegeld" von dem Jesaja und Markus sprechen, hat in diesen Tagen erschreckende Aktualität. Wir haben großen Respekt vor Dominik Brunner, der am S-Bahnhof Solln in München von jugendlichen Schlägern getötet wurde, weil er vier Kinder vor den Angreifern und Gelderpressern schützen wollte – ein Märtyrer der Zivilcourage. Dass ausgerechnet dieser Mensch sein Leben geben musste, macht fassungslos. Gott sei Dank gibt es solche Menschen unter uns, die keine Angst vor der eigenen Zivilcourage haben, aufmerksam und interessiert bleiben und Konflikte ohne Gewalt lösen wollen. Sie und ihre Familien verdienen mehr als Bundesverdienstkreuze und unseren Respekt: Wir alle sind aufgefordert, mit Frust und Niederlagen umgehen zu lernen, unser Handeln nicht nur nach dem persönlichen Erfolg auszurichten und uns couragiert von unseren Plätzen zu erheben, wenn Unrecht droht. Die Welt braucht Zivilcourage, damit eine andere Welt möglich wird, in der alle eingeladen sind, so zusammen zu leben, dass es möglich wird, ohne Angst verschieden zu sein. Herzliche Einladung.

 

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Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Was ist das eigentlich - Theologie?

Ein propädeutischer Grundkurs

Es ist eine gefährliche Illusion, zu meinen, Theologie sei dazu da, um Glauben zu lernen. Um den Glauben zu verlernen wäre schon rea­listischer gedacht, kann jedoch nicht Aufgabe der Theologie sein. Alles scheint auf die nüchterne Feststellung hinauszulaufen: Es gibt Theologie, um Theologen auszubilden, fächer­spezifisch und berufszielorientiert. Bleibt die Frage, was sie selbst eigentlich ist – die Theologie.

"Theologie ist ein Hilfsmittel, ein Kampfmittel, nicht Selbstzweck", hat Dietrich Bonhoeffers einmal gesagt. Der Grundkurs will diesen Satz bewahrheiten, praktisch "zitieren", mit der kämpferischen Leidenschaft unserer theologischen Existenz. Darin spiegelt sich die Ein­sicht, dass die Theologie Theorie und Biographie, Leben und Lehre verbinden muss und also nur als eine praktische, erfahrungsbezo­gene Wissenschaft betrieben werden kann. Sie fragt: "Was sage ich eigentlich, wenn ich Gott sage?" Eine einfache und die allerschwierigste Frage zugleich. Aber auch eine notwendige, wenn man als Theologe oder Theologin Zeitgenosse sein und sich als Christ nicht verlieren will.

Der Grundkurs versucht kommunikativ, informativ und kritisch in die Sache der Theologie einzuführen und dabei zugleich Chancen und Probleme heutigen Theologietreibens zu erörtern. Er richtet sich an Interessierte, die das Theologiestudium als Möglichkeit sehen und sich näher damit beschäftigen wollen.

Beim Vortreffen wird ein Papier verteilt, das Reader und Werkmappe zugleich ist. Enthalten sind, geordnet nach den Themen und Terminen des Grundkurses, ausgewählte (informierende, argumentative und erzählende) Texte, die als Basistexte oder als Anregung für die Gestaltung der einzelnen Sitzungen dienen sollen.

 

Zielgruppe: SchülerInnen aus Religionskursen der gymnasialen Oberstufe.

Termine:

Vortreffen:        Fr., 06. November 2009, (18:00 – 19:00 Uhr)

1. Wochenende: 13 .- 15. November 2009 (17:00 – 13:00 Uhr)

2. Wochenende: 05. - 07. März 2010 (17:00 – 13:00 Uhr)

Weitere Abendveranstaltungen nach Abspra­che sind angedacht

 

Kosten: 68,00 Euro

Referenten: Eva Schumacher, Dipl. Theologin

                  Michael Strodt, Dipl. Theologe

 

Ort: Marstall Clemenswerth, Sögel

Anmeldung:

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Clemenswerth 1, 49751 Sögel

Telefon: 05952 – 207-0

E-mail: b.terborg@marstall-clemenswerth.de

 

Flyer (195 KB)

 

 

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Geschwisterwochenende

Geschwister behinderter Kinder stehen oft vor großen Herausforderungen und Möglichkeiten. Häufig haben sie ein besonderes soziales Verantwortungsbewusstsein, das ihr Leben bis zur Berufswahl und darüber hinaus intensiv prägt. Andererseits kommen Geschwisterkinder in ihren Lebensmöglichkeiten gegenüber anderen Kindern oft zu "kurz".

Das Wochenenende will Mut machen und neue Impulse geben.

 

Beginn : Freitag, 30. Oktober 2009, 17.00 Uhr

Ende :    Sonntag, 01. November 2009, 13.00 Uhr

 

Kosten : 30,00 Euro

 

Ort :       Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth, Sögel

 

Referenten: Michael Knüpper, Behindertenseelsorge

                  Christine Schütte, Marstall Clemenswerth

 

Flyer 86 KB) 

 

 

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Downloads und Links

Entwicklungspolitik ist gescheitert

Seit geraumer Zeit spricht Rupert Neudeck davon, dass die Entwicklungspolitik in Afrika gescheitert sei. Sie ist in einer Rechtfertigungskrise, denn wir wissen mittlerweile – und keiner kann das mehr verschweigen vor der Bevölkerung der Bundesrepublik, dass die Entwicklungshilfe für Afrika nach 40 Jahren, nach Milliarden von Mitteln, die dort rein geflossen sind, nicht gelungen ist. Sie hat Verantwortung abgezogen und die Eigeninitiative gelähmt. Die Gleichung "mehr Geld = mehr Entwicklung" gehe nicht auf!

 

Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/links.html

 

 

Krise als Chance?

Die Krise, sagt Slavoj Žižek, der Philosoph 'auf verlorenem Posten', die Krise biete keine Katharsis, im Gegenteil: sie schnürt unsere Fesseln noch enger. Das Schock-Moment der Krise werde als manipulative Strategie des globalen Kapitalismus genutzt, um kapitalistische Spielregeln noch radikaler zu etablieren. Milliarden werden in das Bankenloch gesteckt. Klimawandel, HIV oder Hungersnöte, all das kann warten – wie immer. Politiker folgen der Religion des Marktes. Entwicklungshilfe auch?

 

Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/downloads.html

 

 

Die Armut besiegen

Es gibt ein großes Vorbild aus der Entwicklungshilfe, das aus der Krise führen kann: der berühmte Nobelpreisträger Mohammad Yunus, der in Bangladesch mit seinem Mikrokreditprogramm etwas erreicht hat, was bisher noch keine Entwicklungshilfe, keine finanzielle und keine technische Zusammenarbeit erreicht haben, nämlich über neun Millionen Menschen in Bangladesch aus der Armut zu holen. Man muss es anders sagen: Die Menschen haben sich selbst herausgeholt, weil sie selbst diese Mikrokreditbank aufgebaut und entwickelt haben. Und es gibt weltweit keine andere Bank, deren Kredite durch die Kreditnehmerinnen (93% sind Frauen, in einem islamischen Land) mit einer solchen Verbindlichkeit zurückgezahlt werden.

 

Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/links.html

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter:

www.marstall-clemenswerth.de