14.10.2009
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Politische Jugendbildung
Multiplikatorenschulung |
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Eine Gesellschaft, die den Menschen keinen tieferen Grund gibt, sich umeinander zu kümmern, kann nicht Bestand haben. Und eine Demokratie kann ohne Beteiligung auf verschiedenen Ebenen nicht bestehen. Deshalb ist die Erziehung zu Mündigkeit und Partizipation das herausragende Ziel der außerschulischen politischen Jugendbildung. Ihre Angebote und Arbeitsformen sollen darauf hinwirken, dass demokratische Denk- und Handlungsmuster, sowie Kommunikations- und Konfliktkompetenzen junger Menschen gestärkt werden. Durch geeignete Bildungsangebote soll Verständnis für eine offene multikulturelle Gesellschaft entwickelt und antidemokratischem und fundamentalistischem Extremismus couragiert entgegengetreten werden. Dabei kann z.B. eine praxisnahe Auseinandersetzung mit Neuen Medien junge Menschen in die Lage versetzt, diese Medien kreativ zu nutzen, kritische Distanz zu entwickeln und Medien zur Wahrnehmung von Interessen und zur Teilhabe an Entscheidungen einzusetzen. Durch die Befähigung zur Partizipation sollen junge Menschen nachhaltig ermuntert und qualifiziert werden, ihre Möglichkeiten und Chancen der Mitgestaltung und Einmischung in Schule und Sozialraum im Sinne zivilgesellschaftlichen Handelns zu entdecken und wahrzunehmen. Gemeinsame Verantwortung und Mitbestimmung im Kursgeschehen fördert dabei ein Verständnis von Partizipation, dass, vor dem Hintergrund aktueller demokratietheoretischer Diskussionen, an eine Kultur des Zusammenlebens arbeitet, die Teilhabe nicht nur lehrt, sondern selbst auch lebt. Um dies immer wieder neu gelingen zu lassen, müssen die Multiplikatoren die Zeichen der Zeit erkennen, Jugendliche in ihren Anliegen und Fragen ernst nehmen, sowie kreative Neugier und produktive Diskurse anregen. Was heißt heute eigentlich "politisch"? Was ist Solidarität, Partizipation oder Demokratiefähigkeit? Brauchen die jungen Menschen mehr "Realitätssinn" oder können Politiker "Möglichkeitssinn" von jungen Menschen lernen? Ist Politik wirklich nur die "Kunst des Möglichen" oder nicht viel eher ein Versprechen, dass eine andere Welt möglich ist, eine Welt, in der es z.B. möglich wird, ohne Angst verschieden zu sein - Politik als "Kunst des Unmöglichen"?
Beginn: Fr., 16. Oktober '09, 17.00 Uhr
Ende: So., 18. Oktober '09, 13.00 Uhr
Referenten: David Schulke (Kolpingjugend)
Benedikt Zimmermann (Haus Wasserburg)
Christine Schütte (Marstall Clemenswerth)
Ort: Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth |
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Die Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth in Sögel ist eine katholische Bildungsstätte der Diözese Osnabrück.
Wir bieten für den Schwerpunkt Schulgemeinschaftstage zur Unterstützung der hauptamtlichen Mitarbeiter/innen |
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nebenamtlich tätigen Studentinnen und Studenten |
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ein berufsbezogenes Arbeitsfeld. |
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Schulgemeinschaftstage werden überwiegend als Wochenveranstaltungen mit Schüler/innen verschiedener Schulformen durchgeführt. Ziel derartiger Tage ist es, den Schülern und Schülerinnen eine umfassende Auseinandersetzung mit ihrer bisherigen Lebensgeschichte zu ermöglichen und Fragen der persönlichen Lebensorientierung und Lebensgestaltung vor dem Hintergrund christlichen Glaubens anzugehen.
Erwartet werden (u.a.):
- Bereitschaft zur partnerschaftlichen Arbeit im Team
- Auseinandersetzung mit religiösen und gesellschaftsrelevanten Fragen (z.B. Sucht, Drogen, Gewalt, Gemeinschaft, Sexualität und Partnerschaft, Werte)
- Kritikfähigkeit
- Mitarbeit für einen Zeitraum von 2 Jahren und Bereitschaft zur Begleitung von wenigstens 4 Wochenkursen pro Jahr
Wir bieten (u.a.):
- berufsqualifizierendes, praxisbezogenes Lern- und Arbeitsfeld
- kostenfreie Fortbildungen im sozialpädagogischen, pastoraltheologischen und psychologischen Kontext
- fachliche Begleitung durch unsere hauptamtlichen Mitarbeiter/innen
- Honorar
- kostenfreie Unterkunft und Verpflegung
- Fahrkostenerstattung
- Referenzen
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth, Frau Maria Wydrinna, Tel.: 05952/207-202 (vormittags von 8.00 - 12.00 Uhr)
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Downloads und Links |
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"WAS BLEIBT"
"Du wirst überleben und erzählen, was mit uns geschehen ist." Diese Worte ihrer Mutter im Konzentrationslager Auschwitz haben Erna de Vries ihr Leben lang begleitet. Sie sind ihr Verpflichtung davon zu erzählen. "WAS BLEIBT" für die nächste Generation ist ein besonders Bewußtsein, eine besondere Sensibilität Ungerechtigkeiten gegenüber.
Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/links.html
"Politik ist die Kunst des Unmöglichen"
Politik wird heute gern auf das Machbare, auf die Kunst des Möglichen reduziert, auf eine Politik, die den ganzen Apparat von Experten, Sozialarbeitern usw. mobilisiert, um die Gesamtforderung einer partikularen Gruppe auf Partikularität zu reduzieren. Aber erst dann, wenn sie an der Veränderung der Parameter arbeitet, die als "möglich" und "real" charakterisiert sind, wäre von eigentlicher Politik zu reden, sagt der slowenische Philosoph und Psychoanalytiker Slavoj Žižek.
Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/downloads.html |
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Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter:
www.marstall-clemenswerth.de | |