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16.03.2010  


Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Film/riss

Romero Gedenktag

Vor dreißig Jahren wurde Bischof Oscar Romero in El Salvador ermordet. Es war ein Attentat, das an Ungeheuerlichkeit kaum zu überbieten war: Am 24. März 1980 wurde der salvadorianische Erzbischof von einem gedungenen Killer am Altar erschossen. Der Mörder handelte im Auftrag rechtsgerichteter Kreise in El Salvador.

Bis heute bewegt sein Einstehen für eine Kirche der Armen viele Christen. Romero ist längst eine Symbolfigur des Widerstandes und der Hoffnung geworden, auch wenn Rom nicht "sancto subito" sagt. Wie er kämpfen heute soziale, politische und christliche Bewegungen für Gerechtigkeit in Lateinamerika.

Wir nehmen den Jahrestag der Ermordung Romeros zum Anlass, mit beeindruckenden Spielfilmen an sein Leben und Wirken zu erinnern und auf den Spuren der Märtyrer und der Blutzeugen des Glaubens, die ihren Traum von einem gerechten und humanen El Salvador mit dem Leben bezahlt haben, das Schweigen zu brechen.

Termin:         Dienstag, 30. März 2010 (10-18 Uhr)

Ort:              Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Referenten:   Melanie Buchwald

Eva Schumacher

Michael Strodt

Kosten:         5,- Euro (einschl. Verpflegung und RomeroZeitung)

 

Anmeldungen telefonisch unter 05952 / 207-0

oder per e-mail: b.terborg@marstall-clemenswerth.de

 

Flyer 212 KB)

 

 

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Kar- und Ostertage im Marstall miterleben

Gemeinsam mit Menschen mit und ohne Behinderung im Alter von 3 – 78 Jahren wollen wir in diesem Jahr die Kar- und Ostertage wieder lebendig werden lassen. Mit dem Leitsatz "Hier bin ich Mensch, Hier darf ich sein!" wollen wir Grenzen überwinden und den Menschen in den Mittelpunkt stellen, um einfach Sein zu dürfen – ohne wenn und aber! Den Anderen im Zeichen der Vorbereitung der gemeinsamen Feier der Auferstehung ganzheitlich annehmen, das wollen wir erfahrbar werden lassen.

Sie sind herzlich eingeladen sich mit auf den Weg zu machen und mit uns zu feiern!

 

Karfreitag:       15.30 Uhr Kreuzweg

Karsamstag:    19.30 Uhr Lichtfeier (anschließend gemeinsames Wachen am Lagerfeuer)

Ostersonntag: 8.00 Uhr Feier der Auferstehung mit anschließendem Frühstück (bitte zum Frühstück unter 05952-207-211 anmelden)

 

 

 

 

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Unterwegs zu einer prophetischen Sozialethik

Jenseits Katholischer Soziallehre

Das Soziale Seminars zur Bedeutung der Sozialenzyklika Benedikts will "Caritas in Veritate" in Form eines ergebnisoffenen Dialogs auf ihre theologischen und praktischen Implikationen hin reflektieren und als produktive Seminarunterbrechung (in seiner 3. Sitzung) nach neuen Entwürfen christlicher Gesellschaftsethik jenseits Katholischer Soziallehre Ausschau halten. Neue Gesichter sind dabei gern gesehen.

Über ein Jahrhundert lang konnte die Katholische Soziallehre die christliche Gesellschaftsethik dominieren. Aber dieser Naturrechtsansatz wird selbst von Christen kaum mehr als hilfreiche Orientierung ihrer politischen Praxis in der Auseinandersetzung mit Klimawandel, Weltwirtschaftskrise und Armutsbekämpfung angenommen.

Wir lernen daraus, was schon die Propheten wussten: dass die Wahrheit von Liebe beseelt ist oder aufhört wahr im biblischen Sinne zu sein. Wahrheit ist konkret wie die Liebe; Wahrheit kennt keine Grenzen; Wahrheit tut dem Nächsten nichts Böses; Wahrheit ist langmütig und freundlich - aber sie ist auch konfliktfähig; Wahrheit eifert nicht, aber sie ist doch gerade parteilich, wie Liebe parteilich ist; Ausgewogenheit ist der Wahrheit so fremd wie der Liebe.

Ein exegetisches Gespräch mit dem jüdischen Sozialphilosophen Michael Walzer (USA) über die Prophetie des alttestamentlichen Amosbuches und seine Bedeutung für eine Neuorientierung christlicher Sozialethik kann hier weiterhelfen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Sozialen Seminar und dem Caritasverband, im Katharina von Bora Haus am Loruper Weg 8 in Sögel, statt.

 

Termin:              Dienstag, 06. April 2010 (16-18 Uhr)

Ort:                   Katharina von Bora Haus (Loruper Weg 8, 49751 Sögel)

Ansprechpartner: Frau Hofwalter (Tel.: 05952 25 33) Soziales Seminar

Referenten:          Peter Meiners (ICS-Münster)

                           Michael Strodt (Marstall Clemenswerth)

Kosten:                1,50 Euro

 

Anmeldungen telefonisch unter 05952 / 207-0

oder per e-mail: b.terborg@marstall-clemenswerth.de

 

 

 

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Downloads und Links

Ernesto Cardenal - Ein produktives Ärgernis

Kann Gewalt Frieden stiften? Ernesto Cardenal hat diese Frage positiv beantwortet und bleibt als Christ in einem Dilemma. Das Dilemma wurzelt in der Einheit von Gottesliebe und Nächstenliebe. Gottesliebe kann dem Christen gebieten, die eigene Ohnmacht anzunehmen und Unrecht für sich zu erleiden. Als Nächstenliebe darf sie sich jedoch nicht mit der Ohnmacht und der Unterdrückung der anderen abfinden und Gott mit dem Rücken zu den Leidenden lieben wollen. In der Sprache der Bergpredigt heißt das: es ist dem Christen zugemutet, auch die andere Wange hinzuhalten, wenn ihm auf die rechte geschlagen wird; es ist ihm aber nicht vergönnt, einen andern, dem auf die rechte Wange geschlagen wird, zu ermuntern, auch die linke hinzuhalten. Der Christ ist nicht nur für das verantwortlich, was er tut oder nicht tut, sondern auch für das, was er zulässt, dass es andern geschieht. So bleibt das christliche Dilemma; außerhalb der Liebe ist es nicht zu überwinden und Unschuld nicht zu bewahren - weder durch ein Prinzip unbedingter Gewaltlosigkeit noch durch vermeintliche Neutralität, da derjenige, der nicht handelt, der Stimme sich enthält, mitschuldig wird, an dem was ungetan und unversucht bleibt. Und weil Gewaltlosigkeit auch getarnte Feigheit sein kann, weil sie die Züge des Opportunismus tragen kann, ist das Antlitz der Liebe nicht eindeutig von ihr geprägt. Liebe kann das finstere Antlitz der Gewalt als Ausdruck ihrer Verzweiflung annehmen, so Johann Baptist Metz über Ernesto Cardenal.

 

Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/downloads.html

 

 

Missbrauch

Jeden Tag gibt es neue Nachrichten über den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche. Bei allem Schrecken gibt es dabei aber auch Befreiendes: Immer mehr Betroffene wagen darüber zu sprechen. In dieser Situation den sexuellen Missbrauch zu nutzen, um seine eigenen Themen zu transportieren, sei widerlich und missbrauche die Opfer noch ein zweites Mal, sagt der ehemalige Regensburger Domspatz Franz Wittenbrink bei Maischberger, und provoziert damit die Frage: Warum tut sich unsere Kirche mit unschuldigen Opfern eigentlich immer schwerer, als mit schuldigen Tätern? Von Anfang an zeigt sich in unserer Kirche eine Tendenz, die zutiefst beunruhigende Frage der Bibel nach der Gerechtigkeit für die unschuldig Leidenden umzulenken in die Frage nach der Erlösung der Schuldigen, also in eine Frage, für die wir Christen in der Erlösungstat Jesu Christi die Antwort gefunden haben.

 

Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/links.html

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter:

www.marstall-clemenswerth.de