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Kirchenkrise
Die Krise besteht nicht so sehr darin, dass wir unwahrhaftig sprechen, dass wir Lügen auftischen, sondern darin, dass wir mit Leichtigkeit Wörter aussprechen, die leer geworden sind. Es ist möglich, dass die Kirche die reine Lehre predigt und dass sie dennoch unwahr ist. Der Wahrheitscharakter hängt von der Existenzform dieser Kirche ab. Ihre Existenzform aber heißt Nachfolge. Nachfolge aber ist kein religiöses Gefühl oder eine aufs Jenseits gerichtete Frömmigkeit, sondern Dasein für Andere. Kirche ist nur Kirche, wenn sie für Andere da ist.
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Kirche für Andere
Kirche, die in diesen Tagen nur um ihre Selbsterhaltung kämpft, als wäre sie ein Selbstzweck, ist unfähig, Träger des versöhnenden und erlösenden Wortes für die Menschen und für die Welt zu sein. Was wir brauchen, ist eine Kirche des Wagnisses, nicht der ideologischen Abgrenzung. Wir brauchen eine Kirche, die nicht vorrangig in Kategorien der Lehre denkt, sondern des Lebens, des Engagements, der solidarischen Praxis: eine Kirche als Wagnis für Andere. "Es bleibt ein Erlebnis von unvergleichlichem Wert," schrieb Dietrich Bonhoeffer für Leute im Widerstand, "dass wir die großen Ereignisse der Weltgeschichte einmal von unten, aus der Perspektive der Ausgeschalteten, Beargwöhnten, Schlechtbehandelten, Machtlosen, Unterdrückten und Verhöhnten, kurz der Leidenden sehen gelernt haben."
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Marstall statt Mallorca
Sechs Tage lang "Mensch sein zu dürfen ohne Wenn und Aber" hat die Osterfreizeit der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth in Sögel den 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit und ohne Behinderungen ermöglicht.
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