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25.06.2010  


Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

"… und dann sollten wir uns küssen …"

Zur Prävention von (sexuellen) Grenzüberschreitungen

in Kinder- und Jugendfreizeiten

Lagerhochzeiten, Kartensitzen und Kleiderketten – Spiele, die zu jedem Zeltlager dazu gehören, weil sie die Gemeinschaft fördern, Spaß machen und schon immer gespielt wurden. Und wenn Kinder da nicht mitspielen wollen, werden sie dazu "motiviert". Worin besteht dabei die Legitimation pädagogischer Eingriffe, welche Sensibilität brauchen wir, um Kinder vor Überforderung zu schützen und wo beginnen Grenzüberschreitungen, die uns über Nähe und Distanz neu nachdenken lassen?

In der Diskussion über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hat unser Bischof ein neues Klima der Offenheit, Transparenz und Dialogbereitschaft gefordert, damit Kirche nicht zu einem geschlossenen System wird, das sich nur noch um sich selbst dreht. Denn in einem unfreien und undurchsichtigen Klima wird Missbrauch von Macht begünstigt. Das erfordert auch von den Verantwortlichen in Kinder- und Jugendfreizeiten Offenheit, Transparenz, Dialogbereitschaft und eine besondere Sensibilität im Umgang mit Sexualität und Körperlichkeit, sowie Nähe und Distanz.

Die Fortbildung will Grenzüberschreitungen erkennen und kindgerechte Orientierung geben, Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf sexuellen Missbrauch aufzeigen, Sicherheit im Umgang mit kritischen Situationen geben und Präventionsmaßnahmen vermitteln. Insbesondere die Perspektive der Kinder soll dabei in den Blick genommen werden. Sie richtet sich an alle, die in Kinder- und Jugendfreizeiten besondere Verantwortung tragen.

 

Zeit:              11. September 2010, 9:30-17:00 Uhr

Ort:               Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Kosten:         10,- Euro / 20,- Euro

Leitung:        Holger Berentzen, Eva Schumacher und Michael Strodt

Referenten:   Volker Grabbe-Stickkamp und Andrina Kuhnhen

                   (Beratungsstelle LOGO des dt. Kinderschutzbundes)

Anmeldung:   telefonisch unter 05952 / 207-0

                    oder per e-mail: info@marstall-clemenswerth.de

 

 

 

 

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Von Stein zu Stein

Pilgern auf dem Hümmlinger Pilgerweg

Du bist eingeladen, mit vielen anderen interessierten Menschen vier Tage lang auf dem Hümmlinger Pilgerweg unterwegs zu sein.

Wir werden "von Stein zu Stein" den ganzen Pilgerweg mit seinen 92 Kilometern gehen (Abkürzungen sind auf den Tagesetappen möglich).

Die einzigartige Beschilderung durch Feldsteine mit Kreuzen, die uns den Weg weisen, die insgesamt 20 Sinnsprüche, die wunderschöne Natur des Hümmlings und die Morgen- und Abendimpulse und Eucharistiefeiern in der Gruppe werden unserer Pilgerreise eine besondere Note geben.

Am Donnerstag, den 12.08.10 werden wir gemeinsam in Sögel aufbrechen, um über Werlte, Lorup, Esterwegen, Börger, Werpeloh in vier Tagen wieder nach Sögel zu gelangen. Am Maria Himmelfahrtssonntag werden wir gemeinsam mit mehreren tausend anderen Pilgern den Gottesdienst auf Schloss Clemenswerth feiern. Abschließen werden wir unsere Pilgerwanderung danach mit einem Mittagessen im Marstall Clemenswerth.

Unsere gemeinsame Pilgererfahrung soll in einer großen Gemeinschaft stattfinden, aber dennoch jedem Einzelnen oder jeder Kleingruppe die Gelegenheit bieten, in seinem Tempo das Pilgern zu erfahren. Wir werden folglich nicht in der Großgruppe pilgern. Die Einfachheit eines Pilgerlebens soll für alle erlebbar werden, um die Sinne zu weiten für religiöse Erfahrungen und die Stimme Gottes auf dem Weg. Wir freuen uns auf diese gemeinsamen Erlebnisse mit dir!

 

Termin:                     12. - 15. August 2010

Teilnehmer/-innen:    16 Jahre und älter

Kosten:                     30 Euro,

darin enthalten: Kosten für Übernachtung in Gemeinschaftsunterkünften, Gepäcktransport, Abendessen in den Gemeinschaftsunterkünften, kleines Pilgerpaket für den jeweiligen Tag, Begleitung und Information durch Organisationsteam usw.

15,00 Euro bei einer Teilnahme ab Samstagmorgen

Anmeldeschluss:       01. August 2010

Anmeldung             telefonisch unter 05952 / 207-0

                                oder per e-mail: info@marstall-clemenswerth.de

Flyer 4,800 KB)

 

 

 

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Downloads und Links

"Stolpersteine" auch in Sögel

Einstimmig hat der Rat Sögel die Verlegung von sogenannten "Stolpersteinen" auch in der Hümmlinggemeinde beschlossen. Die Gedenksteine erinnern an das Schicksal ehemaliger jüdischer Mitbürger. Entwickelt hat die Aktion der Kölner Künstler Gunter Demning, der Steine in der hiesigen Region unter anderem bereits in Papenburg, Aschendorf und Lathen gesetzt hat.

 

Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/links.html

 

 

Miefiges Klima begünstigt Missbrauch

In einem unfreien und undurchsichtigen Klima wird Missbrauch von Macht begünstigt, sagt Bischof Bode. Deshalb brauchen wir ein Klima der Offenheit, der Transparenz und der Dialogbereitschaft, damit Kirche nicht zu einem geschlossenen System wird, das sich nur noch um sich selbst dreht. Zu lange schon hat sie sich Bewältigungsstrategien ausgedacht, anstatt auf die Opfer zu hören. Zu lange schon war sie dabei nur auf ihre eigene Sicherheit bedacht, anstatt Sicherheit für die Opfer herzustellen. Zu lange schon war sie zu sehr auf die Täter und das Ansehen der Kirche fixiert und hat deshalb das Leiden der Opfer gar nicht erst wahrgenommen. Wer aber das Leid der Opfer wahrnimmt, denkt sich nicht sofort neue Handlungsstrategien aus. Wer das Leid anderer wahrnimmt, nimmt die Verletzung eigener Gewissheiten in Kauf. Wer das Leid anderer wahrnimmt, kann sich nicht hinter seiner Profession verstecken oder "Emotionen raus nehmen". Emotionen sind Signale dafür, dass etwas nicht stimmt mit unserem Denken, dass etwas nicht stimmt mit unserem System. Wenn wir aber das System öffnen und auf die Ausgeschlossenen, auf die Opfer, auf die Leidenden hören, kommen sensiblen Menschen die Tränen. Solche Tränen heute zu vergießen könnte die Welt von morgen besser machen.

 

Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/links.html

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter:

www.marstall-clemenswerth.de