|
Gott auf Wohnungssuche
Unlängst fand ich dieses fiktive Zwiegespräch:
Gott klopft an meine Tür und fragt nach einer Wohnung.
Ich sage: "Ja, ich vermiete günstig."
"Ich will nicht mieten; ich will kaufen", sagt Gott.
"Gut, Sie können hereinkommen und sich einmal umsehen.
Ich könnte Ihnen ein Zimmer geben oder zwei."
"Es gefällt mir", sagt Gott. "Ich nehme die beiden.
Eines Tages können sie sich entschließen, mir mehr zu geben.
Ich kann warten."
"Hm, vielleicht könnte ich Ihnen doch noch ein Zimmer geben,
denn so viel brauche ich ja auch nicht."
"Danke", sagt Gott, "dieses nehme ich dann auch. Ich mag das Haus."
"Ich würde Ihnen ja gern das ganze Haus geben, aber ich weiß nicht so recht ..."
"Denken Sie darüber nach", sagt Gott.
"Ich würde Sie nicht auf die Straße setzen.
Ihr Haus wäre mein Haus.
Und Sie hätten mehr Platz als je zuvor."
"Nun verstehe ich gar nichts mehr."
"Ich weiß", sagt Gott, "aber ich kann es Ihnen nicht erklären.
Sie müssen es selbst herausfinden.
Es wird nur geschehen, wenn Sie mir das ganze Haus geben." |