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17.01.2008  


Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Film/riss

Unterbrechungen aus dem dunklen Kinosaal

"Du wirst überleben und erzählen, was mit uns geschehen ist." Diese Worte ihrer Mutter im Konzentrationslager Auschwitz haben Erna de Vries ihr Leben lang begleitet. Sie sind ihr Verpflichtung bei den Lebensbilderabenden im Marstall davon zu erzählen. Am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, wollen wir des Vergangenen gedenken. Da uns an diesem Abend die Zeitzeugin fehlt, haben wir nach anderen Formen des Gedenkens gesucht und uns für den Film/riss entschieden.

 

Nach der Ausstrahlung der vierteiligen Fernsehserie "Holocaust" vor fast 30 Jahren hat der Friedensnobelpreisträger und Überlebende von Auschwitz Elie Wiesel "die Trivialisierung des Holocaust" scharf kritisiert und sich deutlich gegen die Darstellung des Undarstellbaren in Spielfilmen ausgesprochen. Als Filmemacher und Autor der beispiellosen Dokumentation "Shoah" hat später Claude Lanzmann im Blick auf die Shoah Foundation von Steven Spielberg gefordert, dass man den so genannten Zeitzeugenberichten eine künstlerische Form geben muss, damit sie nicht zu einer Art "Big Brother der Erinnerung" werden.

 

Bei der Suche nach einer solchen künstlerischen Form wären wir vermessen zu sagen, wie sie zu funktionieren hat. An Kunst haben wir nur zwei Ansprüche. Sie muss berührend und ehrlich sein. Ein solches Kunstwerk sehen wir in der Tragikomödie "Zug des Lebens". "Über etwas zu lachen ist eine andere Art, darüber zu weinen", sagt der Regisseur Radu Mihaileanu, der lange an der Idee zu einem Film gearbeitet hat, in dem er nicht die Gräueltaten der SS, die Vernichtungslager zeigen wollte, sondern etwas längst Ausgelöschtes, Ausradiertes: Das Leben im Shtetl, jenem Ort jüdischen Lebens in Osteuropa, das es nicht mehr gibt.

 

Der Traum vom Leben

 

"Shtetl, Shtetl, Shtetele

vergiss mich nicht, mein Sthetele.

Ich stieg einst in die Eisenbahn,

um weit wegzufahren.

Shtetl, Shtetl, Shtetele

vergiss den Blick der Menschen nicht.

Denn es hält am Leben mich,

wie wunderbar verrückt sie war’n,

wie wunderbar sie war’n. "

(Lied von Schlomo, dem Narren)

 

Termin:      Sonntag, 27.01.2008, 19.30 Uhr

Ort:           Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth, Sögel

Kosten:      frei

Flyer 212 KB)

 

 

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Angebote für Menschen mit Behinderung

Kooperative Wochenende für Initiativkreise

Die Veranstaltungsreihe wendet sich and die ca. 30 Gruppen für Menschen mit Behinderung in unserem Bistum. Besondere Akzente sind die religiös-pastorale, erlebnispädagogische Ausrichtung sowie die Zielsetzung, Menschen mit Behinderung im Leben der Gemeinschaft teilhaben zu lassen. Bei den nachfolgend aufgeführten Terminen sind bereits Gruppen von Menschen mit Behinderungen aus unterschiedlichsten Regionen unseres Bistums fest zugeordnet. Besonders eingeladen sind daher nicht behinderte Personen (z. B. Firm- oder Jugendgruppen, Vereine oder auch Senioren), die Interesse an dem kooperativen und integrativen Charakter dieser Veranstaltungsreihe haben und Menschen mit geistiger Behinderung erleben und begegnen möchten. Dadurch werden Berührungsängste abgebaut und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Werten angestoßen. Sie werden von einem erfahrenen Team begleitet. Die Themen werden im Vorfeld abgesprochen. Die Veranstaltungen werden in Kooperation dem Diözesanbeauftragten für Menschen mit Behinderungen und dem Vitus Werk Meppen durchgeführt.

Beginn/Ende:   in der Regel Freitag (15.00 Uhr - 17.00 Uhr)

                                      bis Samstag (16.00 Uhr)

Ort:               Jugendbildungsstätte

                    Marstall Clemenswerth, Sögel

Referenten:     Team aus Hauptamtlichen und Honorarkräften der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth, Sögel

Leitung/Infos:  Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

                    (Tel.: 05952 /207-0)

                    Bistum Osnabrück, Behindertenseelsorge

                    (Tel.: 0931 / 807-141)

Kosten:             25,00 Euro (im Preis enthalten sind 1 Übernachtung, sämtliche Mahlzeiten, Bettwäsche und Materialien)

Besonderheiten:

                    Möglichkeit der Nutzung von Sporthalle und Snoezelraum

Termine:           08. – 09. Februar 2008

04. – 06. April 2008

20. – 21. September 2008

11. – 12. Oktober 2008

Anmeldung:    mindestens 10 Tage vor dem jeweiligen Veranstaltungstermin

 

 

Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth

Downloads und Links

Wahl-O-Mat

Mit ihren engagierten, kritischen und ideenreichen Aktionen verstehen sich die katholischen Jugendverbände als wichtiges Element der katholischen Kirche, das zur Vernetzung von Gesellschaft und Kirche beiträgt und in diesen Tagen, zusammen mit der Internetplattform der Bundeszentrale für politische Bildung, zur Landtagswahl motiviert.

Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/links.html

 

 

"Zuneigung statt Disziplin"

Der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik wirbt für eine moderne und partnerschaftliche Erziehung und übt scharfe Kritik am heute wieder häufiger zu hörenden "Lob der Disziplin", wie es unlängst der ehemalige Salemer Internatsdirektor Bernhard Bueb vorgetragen hat.

Mehr unter: www.marstall-clemenswerth.de/downloads.html

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter:

www.marstall-clemenswerth.de